Positive Bilanz bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Fördervereins „Freunde des Heimatmuseums Bad Sobernheim e.V.“ im Priorhof wurde einmal mehr spürbar, wie viel Engagement, Zeit und Herzblut im Heimatmuseum Bad Sobernheim stecken.

Zahlreiche Mitglieder waren der Einladung gefolgt und blickten gemeinsam auf ein aktives, vielfältiges und erfolgreiches Vereinsjahr zurück. Der Abend machte deutlich, wie eng die Arbeit des Fördervereins mit der Entwicklung des Heimatmuseums verbunden ist – ideell, finanziell und ganz praktisch im Alltag des Museums.

Ein aktives Vereinsjahr mit vielen Begegnungen

In ihrem bebilderten Jahresrückblick erinnerte die Vorsitzende Renate Ruhl an die zahlreichen Veranstaltungen, Aktionen und Begegnungen, die das Vereinsjahr 2025 und den Beginn des Jahres 2026 geprägt haben. Dazu gehörten unter anderem der beliebte Dämmerschoppen am Priorhof, das regelmäßige Engagement in der Seniorenresidenz, die Unterstützung von Veranstaltungen der Mattheiser Sommerakademie, das Neujahrsglühen, die Beteiligung an Advent im Park, Altweibertag und Rosenmontagszug, die gut besuchte Führung zum Weltgästeführertag sowie die Auftaktveranstaltung „40 Jahre – 40 Objekte“ im vergangenen November. Auch die Gewinnung neuer Stadtführerinnen und Stadtführer sowie weiterer ehrenamtlicher Unterstützerinnen und Unterstützer war ein wichtiges Thema des Vereinsjahres.

Deutlich wurde an diesem Abend: Der Förderverein ist weit mehr als ein unterstützender Verein im Hintergrund. Er ist eine tragende Säule des Heimatmuseums – mit Ideen, Verlässlichkeit, Einsatzfreude und einem bemerkenswerten Gemeinschaftsgeist.

Ein starkes Signal für die Museumsarbeit

Auch finanziell zeigte sich der Förderverein erneut als verlässlicher Partner des Heimatmuseums. Die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung, der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Ein besonderes Zeichen setzte die Versammlung mit einem einstimmigen Beschluss: Der Förderverein stellt der Stadt 5.000 Euro zweckgebunden für Ausstellungen und Konzeptionen des Heimatmuseums zur Verfügung. Damit wird die inhaltliche Weiterentwicklung des Museums erneut ganz konkret unterstützt.

In seinem Grußwort dankte auch Stadtbürgermeister Roland Ruegenberg dem Verein für die vielfältigen Aktivitäten und das Engagement für das kulturelle Leben in Bad Sobernheim.

Mitten im Wandel: Der Priorhof als Baustelle und Zukunftsort

Museumsleiterin Anke Wiechert bedankte sich bei allen Mitgliedern des Fördervereins und besonders bei den aktiven Ehrenamtlichen. Denn was im Heimatmuseum geschieht, geschieht nicht allein durch Konzepte, Planungen oder Baumaßnahmen – es geschieht vor allem durch Menschen, die mitdenken, mittragen und mit anpacken.

Gerade in dieser besonderen Phase wird das besonders sichtbar: Seit August 2024 läuft die Baumaßnahme am Priorhof im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Stadt“. Auch wenn das Gebäude derzeit noch Baustelle ist, steht das Heimatmuseum keineswegs still. Im Gegenteil: Im Hintergrund wird intensiv an seiner Zukunft gearbeitet. Ein Raumkonzept liegt vor, die nächsten Ausstellungsschritte sind vorbereitet, und Schritt für Schritt entsteht ein neues Kapitel für unser Museum.

Auf dem Weg zu „40 Jahre – 40 Objekte“

Ein besonderer Schwerpunkt liegt derzeit auf dem partizipativen Jubiläumsprojekt „40 Jahre – 40 Objekte“. Dieses Projekt ist weit mehr als eine Ausstellungsvorbereitung. Es ist ein gemeinsamer Prozess mit der Stadtgesellschaft – mit Erinnerungen, Geschichten, Perspektiven und der Frage, was ein Heimatmuseum heute ausmacht und wie es sich weiterentwickeln kann.

Die geplante Eröffnungsausstellung soll unter diesem Titel stehen und einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Wiedereröffnung markieren. Gleichzeitig ist sie Ausdruck dessen, wofür das Heimatmuseum Bad Sobernheim heute steht: für Beteiligung, für Offenheit und für eine Museumsarbeit, die gemeinsam mit den Menschen vor Ort entsteht.

Viele Aufgaben – und eine klare Perspektive

Parallel dazu stehen zahlreiche weitere Aufgaben an: die Neuordnung von Depot und Archiv, die weitere Inventarisierung und Digitalisierung von rund 30.000 Objekten und Dokumenten, die Gewinnung neuer Stadtführerinnen und Stadtführer sowie die Fortsetzung der Arbeit mit Grundschule und Kindergärten. Auch mit Blick auf die kommenden Jahre ist die Richtung klar: Auf dem Weg zur 700-Jahr-Feier der Stadt im Jahr 2030 soll nicht nur eine weitere Ausstellung zum Thema „Heimat“, sondern auch eine neue Dauerausstellung entstehen.

Das Heimatmuseum befindet sich damit nicht nur in einer baulichen, sondern auch in einer inhaltlichen Phase des Aufbruchs – getragen von vielen Menschen, die diesen Weg mitgehen.

2.500 Stunden Ehrenamt für das Heimatmuseum

Besonders eindrucksvoll war die Zahl, die an diesem Abend genannt wurde: Rund 2.500 Arbeitsstunden wurden im vergangenen Jahr von Vereinsmitgliedern ehrenamtlich für das Heimatmuseum geleistet. Diese Zahl spricht für sich. Sie zeigt, wie viel Zeit, Kraft, Verlässlichkeit und Herzblut in unserem Museum stecken – und wie sehr das Heimatmuseum von gemeinschaftlichem Engagement lebt.

Besonderer Dank gilt daher allen Mitgliedern des Fördervereins, allen aktiven Ehrenamtlichen, unserem Vorstand, den vielen Unterstützerinnen und Unterstützern sowie allen Partnerinnen und Partnern, die das Heimatmuseum auf seinem Weg begleiten.

Das Heimatmuseum Bad Sobernheim lebt nicht nur von seiner Sammlung und seinem historischen Ort – es lebt vor allem von den Menschen, die es mittragen.
Und genau das war bei dieser Jahreshauptversammlung wieder auf besondere Weise zu spüren.

Zurück
Zurück

Jugend mitgestalten lassen: Impulse vom Fachtag „jugend.macht.kultur“

Weiter
Weiter

Wie aus Erinnerungen eine Ausstellung wird: Ein starker Ehrenamtsabend im Heimatmuseum