Felkes vier Elemente und ein Tag voller Entdeckungen
108 Kinder, vier Elemente, vier Orte, ein spannendes Programm auf dem städtischen Bauhof und unzählige besondere Augenblicke: Bei unserem gemeinsamen Aktionstag mit den Kindern der AWO-Stadtranderholung wurde Bad Sobernheim für einen Tag zum großen Erlebnisraum.
Am Morgen trafen sich alle 108 Kinder und ihre Betreuungspersonen auf dem Marktplatz. Nach der gemeinsamen Begrüßung wurden sie in zwei große Gruppen aufgeteilt.
Während eine Hälfte zu unserer Stadtrallye rund um Emanuel Felkes vier Elemente aufbrach, besuchte die andere Hälfte den städtischen Bauhof. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wechselten die Gruppen. Dadurch konnten alle Kinder sowohl die vier Rallyestationen als auch das Programm des Bauhofs erleben.
Erde: Schatzsuche im Lehmschlammbad
Am Priorhof wartete das Element, das bis heute besonders eng mit Emanuel Felke verbunden ist: die Erde. Schließlich trug Felke nicht ohne Grund den Beinamen „Lehmpastor“.
An diesem Tag wurden allerdings keine Patienten in den Lehm gelegt. Stattdessen waren im Lehmschlammbad fünf verschiedene Schätze verborgen. Mit Händen und viel Begeisterung suchten die Kinder nach Pingpongbällen, Playmobil-Figuren, Löffeln, kleinen Frisbees und Steinen.
Wasser: Geschicklichkeit im Marumpark
Im Marumpark kam es auf Schnelligkeit, Konzentration und eine ruhige Hand an. Zwei Mannschaften traten gegeneinander an und versuchten, möglichst viele Wasserballons auf Löffeln durch einen Parcours zu balancieren.
Das Wasser sollte dabei unbeschadet von der Startlinie bis in den Zieleimer gelangen. Die Kinder feuerten sich gegenseitig an und stellten schnell fest, dass Vorsicht manchmal erfolgreicher ist als hohes Tempo.
Luft: Bunte Flieger am Synagogenplatz
Frische Luft und Bewegung im Freien spielten für Emanuel Felke ebenfalls eine wichtige Rolle. Am Synagogenplatz wurde daraus eine große Papierfliegerwerkstatt.
Jedes Kind faltete aus buntem Papier einen eigenen, mit seinem Namen versehenen Flieger. Nach ersten Probeflügen und kleinen Verbesserungen folgte der Wettbewerb: Welcher Flieger würde von der Luft am weitesten getragen?
Licht: Kleine Kunstwerke im Rathaus
Im Sitzungssaal des Rathauses wurde es kreativ. Mit Transparentpapier und Acrylstiften gestalteten die Kinder ihre eigenen Sonnenfänger. Anschließend wurden die Arbeiten laminiert, gelocht und mit einer Kordel versehen.
Jeder Sonnenfänger war anders. Gemeinsam zeigten die vielen farbenfrohen Arbeiten, wie aus einzelnen Ideen ein großes gemeinsames Kunstwerk entstehen kann.
Die Nahe und ihre Bewohner
Parallel zur Stadtrallye erwartete die Kinder auf dem städtischen Bauhof ein eigenes Programm. Die Kollegen des Bauhofs vermittelten ihnen Wissenswertes über die Nahe, die dort lebenden Fische und die Tiere im Lebensraum Wasser.
Gemeinsames Grillen auf dem Bauhof
Zur Mittagszeit kamen beide großen Gruppen wieder zusammen. Kinder, Betreuungspersonen und Helfende trafen sich zum gemeinsamen Grillen auf dem Bauhof, bevor die Gruppen für den zweiten Durchgang getauscht wurden.
Die Würstchen wurden von den Freunden des Heimatmuseums Bad Sobernheim gespendet. Für diese Unterstützung bedanken wir uns sehr herzlich.
Ein Tag, den viele gemeinsam möglich gemacht haben
Ein Aktionstag mit 108 Kindern an mehreren Orten kann nur gelingen, wenn viele Menschen zusammenarbeiten.
Unser besonderer Dank gilt den Kollegen des städtischen Bauhofs. Sie haben nicht nur das gemeinsame Mittagessen ermöglicht, sondern mit ihrem Programm zur Nahe und ihren Bewohnern einen wichtigen Teil des Tages gestaltet.
Wir danken außerdem der AWO und ihren Betreuungspersonen, den Freunden des Heimatmuseums Bad Sobernheim sowie allen Helferinnen, Helfern und Ehrenamtlichen, die Stationen betreut, Materialien vorbereitet, Kinder begleitet, gegrillt, fotografiert, organisiert und an vielen Stellen mit angepackt haben.
Vor allem danken wir den 108 Kindern. Ihre Neugier, ihre Kreativität und ihre Begeisterung haben diesen Tag zu etwas Besonderem gemacht.
Der Aktionstag hat gezeigt, wie wir Museum verstehen: nicht nur als Gebäude und nicht nur als Ort, an dem Geschichte erklärt wird. Museum kann mitten in der Stadt stattfinden, Menschen zusammenbringen und historische Themen mit eigenen Erfahrungen verbinden.
Es hat großen Spaß gemacht!