Emanuel Felke mit allen Sinnen erleben
Ein besonderer Vormittag in der Tagespflege Altes Kino
Wie aktuell sind die Gedanken Emanuel Felkes noch heute? Dieser Frage widmeten wir uns bei einem Vortrag in der Tagespflege Altes Kino. Anlass war der bevorstehende 100. Todestag des Naturheilkundlers am 16. August.
Rund 25 Seniorinnen und Senioren gingen mit auf eine Reise durch Felkes Leben und Wirken. Dabei ging es vor allem um seine Zeit in Sobernheim, die Entwicklung der Felke-Kur und seinen großen Einfluss auf das Kurwesen der Stadt.
Besonders spannend ist, wie zeitgemäß viele seiner Gedanken heute wieder erscheinen. Felke setzte auf ein einfaches, naturnahes Leben und betrachtete den Menschen ganzheitlich. Licht, Luft, Wasser und Erde bildeten die Grundlage seiner Gesundheitslehre. Hinzu kamen eine bewusste Ernährung und ausreichend Bewegung.
Was heute vielfach als moderner Lebensstil oder ganzheitliche Gesundheitsvorsorge bezeichnet wird, war für Felke schon vor mehr als 100 Jahren selbstverständlich: Gesundheit hängt nicht nur von der Behandlung einzelner Beschwerden ab, sondern auch davon, wie wir leben, uns ernähren und mit unserem Körper umgehen.
Natürlich sollte es an diesem Vormittag nicht allein bei der Theorie bleiben. Gemeinsam mit dem Museumsteam hatten wir Lehm aus dem Heimatmuseum mitgebracht. Die Gäste konnten ihn selbst auf der Haut ausprobieren und unmittelbar erleben, warum Emanuel Felke bis heute als „Lehmpastor“ bekannt ist.
Gerade dieser praktische Teil sorgte für Neugier, Gespräche und manche Überraschung. Geschichte lässt sich eben nicht nur erzählen – manchmal muss man sie im wahrsten Sinne des Wortes begreifen.
Jetty Bohn freute sich darüber, dass Felkes Wirken in der Tagespflege auf diese Weise lebendig wurde. Sie betonte, wie wichtig es sei, sein Andenken und seine Bedeutung für Bad Sobernheim zu bewahren.
Für uns war es ein rundum gelungener Vormittag. Unser herzlicher Dank gilt Jetty Bohn, Pflegedienstleiterin Manuela Hartmann und dem gesamten Team der Tagespflege für die freundliche Aufnahme.
Die Begegnung hat einmal mehr gezeigt: Emanuel Felkes Ideen gehören nicht nur zur Geschichte unserer Stadt. Viele davon können uns auch heute noch dazu anregen, bewusster, natürlicher und gesünder zu leben.